Sonntag, 9. Juni 2013

Alternativen zum Shampoo

Letzte Woche habe ich einen Post über meine Shampoo-Experimente gepostet.
Zwischendurch griff ich aber immer mal wieder auf anderen shampoofreien Methoden zurück, um meine Haare zu waschen und eventuell den Waschrhythmus hinaus zu zögern.
Das war im übrigen mein Hauptziel. Ich will nur noch einmal die Woche waschen.
Vor Allem im Jahr 2011 testete ich mich durch die verschiedensten Möglichkeiten.
Im folgenden war es
Seife, Lava/-Heilerde und HES




Seife


Bei Seifen war ich sehr kritisch. Auf meiner Haut ließen sie früher immer eine Art Film, den ich als rau und unangenehm empfand und noch immer empfinde, der nur mit einem Waschlappen weg ging, obwohl ich Waschlappen wirklich nicht mag. Aber wenn so viele Menschen damit so gute Ergebnisse erzielen, musste ich es einfach ausprobieren. Und ich liebe diesen reinen, leichten Seifengeruch sehr. Wenn man einfach nach frisch gewaschen riecht, ohne diese ganzen parfümierten Gerüche.
Ich las mich etwas in das Thema ein und kann heute auch sagen, was das für ein Film auf der Haut war: Kalkseife.
Was dagegen hilft ist eine saure Rinse. Sie neutralisiert das kalkhaltige Wasser. Somit kann sich die Seife mit dem Kalk nicht verbinden. Wunderbar dachte ich. Also auf ins Testland.
Meine Seifen kaufte ich bei Wellland auf dem Krämerbrückenfest in Erfurt. Sie haben Schafsmilchseifen. Und sie riechen unheimlich gut. Besonders das Gurkenschaf. Es riecht unheimlich leicht und frisch und einfach, als würde man leicht schweben. Es riecht ähnlich wie mein Parfüm von Mex Pure Life Men



Ich wusch also nach Anleitung: Die nassen Haare mit Seife einreiben und alles mit etwas zusätzlichen Wasser in der Hand aufschäumen. Es schäumte nach etwas Übung richtig gut. Aber es brauchte mehrere Waschgänge ehe ich es hinbekam.
Anfangs hatte ich klitschige Längen, sie waren außerdem belegt. Auf Anraten wusch ich meine Längen auch mit Seife.
Aber es war nichts für mich. Es änderte sich nichts. Ich mochte meine Haare auf diese Weise nicht.
Durch das arg kalkhaltige Wasser in Erfurt und auch in Nordhausen, hatte ich immer belegte Haare. Die saure Rinse, die die Kalkbildung verhindern sollte, brachte leider sehr wenig.
Meine Haare waren mit der Zeit strähnig und irgendwie klebrig. Es war kein Wohlfühlgefühl vorhanden.
Trotz mehreren Tests ergab es immer ein schlechtes Ergebnis.



Heilerde/Lavaerde


Ich las im Langhaarnetzwerk, dass es einige Schöpfe mit Heil-/Lavaerde geschafft haben, ihren Waschrhythmus hinaus zu zögern.
Also was probierte ich sofort? Natürlich! Heilerde!
Ich bekam es problemlos im DM. Es steht bei den rezeptlosen Medikamenten, wie Zink, Eisen etc.
Zuerst machte ich eine Heilerdespülung. Dafür nahm ich 1TL Heilerde auf 1L Wasser. Spülte es kopfüber über meine Haare und lies es einwirken. Nach einiger Zeit spülte ich es aus und lies es trocknen.
Nach dem kämmen, fühlten sie sich schwer an,, kamen nicht in Form und waren auch strähnig. Zudem haben sich meine Haare sehr trocken angefühlt.
Es war also ein Fail.
Bei der nächsten Wäsche habe ich einen Heilerdebrei ausprobiert. Den schmierte ich mir Strähne für Strähne auf die Haare - ähnlich wie beim Haare färben/tönen.
Ich glaube, den Brei habe ich ungefähr eine viertel Stunde oder auch 20 Minuten mit einem halbfeuchten Handtuch auf dem Kopf einwirken lassen. Beim erstmaligen Gebrauch, waren die Haare besser als mit der Spülung. Aber bei mehreren Versuchen (auch dann mit Lavaerde) stellte sich keine Verbesserung ein.
Sie waren störrisch, rau und fühlten sich nicht gut an. Später las ich auch, dass Heilerde bei gefärbten und vor allem blondierten Haar nicht zu empfehlen sei. Nun hatte ich ja noch eine ganze Menge Blondierleichen. Ich stieg schnell wieder auf Shampoo um.


HES


HES bedeutet Honig-Ei-Shampoo. Es ist ein mildes Waschmittel. Einige schwören drauf und waschen nur damit.
Ich mischte die zwei Komponenten also zu einem sehr flüssigen Brei. Massierte es mir in die Haare (es schäumte sogar) und auf die Kopfhaut, lies es wirken und spülte wieder aus. Es muss ziemlich kalt ausgespült werden, da ansonsten das Ei gerinnt. Das tat ich auch. Ich nutze wirklich sehr kaltes Wasser, aber es nützte nichts.
Es war eines der schlimmsten Ergebnisse. Sie waren so trocken, ich dachte, die brechen ab, sobald ich sie nur mit der Fingerspitze berühre. Also ein "no go" für mich. Kämmen ging auch fast gar nicht. Grauenhaft. Außerdem hatte ich kleine Ei-Reste vom geflockten Eiweiß in den Haaren. Wirklich unappetitlich.
Meine Haare waren nie wieder so furchtbar, wie mit diesem “Shampoo”.



Fazit


Ich komme mit Alternativen zur Shampoowäsche überhaupt nicht klar. Keines der probierten Varianten war auch nur annähernd befridigend oder erfolgsversprechend. Bei jedem Versuch kam ich fast reumütig zum Shampoo zurück.

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